Kostenloses Obst für Schüler an den Schulen

Der Bundesrat hat kurz vor der Bundestagswahl das sogenannte Schulobstprogramm der EU bewilligt (18.09.09). Die Ernährung der Schüler soll durch das “Gratis-Obst” verbessert werden. Nach monatelangem Streit hat der Bundesrat somit den Weg frei gemacht, das tausende Schüler nun zum kostenlosem Obst in den Schulen kommen könnten.

Soweit so gut. Der Hacken bei der im Grunde guten Idee ist allerdings, das zu den rund 20 Millionen Euro EU-Mitteln, die Länder weitere rund 18 Millionen Euro beisteuern müssen und der Bund diese eben nicht zahlen möchte. Offen ist deshalb immer noch, ob sich alle Länder an dem europäischen Programm beteiligen, den die Teilnahme an dem Schulobstprogramm ist freiwillig.

Als erstes Bundesland hat sich Niedersachsen bereits gegen kostenloses Obst für die Schüler entschieden. In Niedersachsen wird nun doch kein kostenloses Obst verteilt. Das niedersächsische Landeskabinett entschied am 20.10.09 in Hannover, sich nicht an dem EU-Programm zu beteiligen. Als Grund wird genannt: “Der bürokratische Mehraufwand sei unvertretbar und stehe in keinem Verhältnis zum Nutzen des Programms”.

Und es stellt sich mir wirklich die Frage, ob es sinnvoll ist, die Ländern für solch ein Programm Geld ausgeben zu lassen. Ich denke es gibt doch sicherlich wichtigere Dinge, die in deutschen Schulwesen behoben werden müssten. Dazu gehören sicherlich kleinere Schulklassen und mehr Lehrkräfte.

Meine Meinung ist: Obst sollten verantwortungsvolle Eltern ihren Kindern sowieso täglich mit zur Schule geben. Familien die sich solch tägliches Schulobst nicht leisten könnten müssten dann gezielt gefördert werden.

Mein Fazit zum kostenlosen Obst an deutschen Schulen

Auffällig ist bei diesem Beschluss mal wieder, das er kurz vor den Bundestagswahlen beschlossen wird. So ein Programm macht sich halt bei den Familien so kurz vor den Wahlen immer gut.

Grundsätzlich halte ich den Nutzen und Erfolg von kostenlosen Obst an Schulen für nicht nachzuweisen. Schüler die auch sonst kein Obst essen, würden das Gratis-Obst sowieso nicht anrühren. Kinder die das Obst von zu Hause kennen würden sicherlich zugreifen.

Gerade in Zeiten wo in der EU gespart werden muss, sollte das Geld lieber jährlich für sinnvollere Dinge in der Schulpolitik ausgegeben werden!

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