Holzfeuchte richtig messen mit einem Holzfeuchte-Messgerät

Wer selber mit Holz heizen möchte, der benötigt trockenes Holz für seinen Kaminofen. Wer kein ofenfertiges Scheitholz kauft der muss darauf achten, dass das Holz maximal eine Restfeuchte von 20% haben sollte. Wird dieser Wert überschritten, dann muss das Holz noch eine Weile trocknen. Da ich persönlich mein Holz selber aus dem Wald hole ist es wichtig, dass ich darauf achte vor dem verbrennen noch einmal die Holzfeuchte zu überprüfen.

Ofenfertiges Scheitholz weist meistens einen Wassergehalt von 15 % bis 20 % auf und wird auch als lufttrocken (Gleichgewichtsfeuchte zur Umgebungsluft bei Normalklima) bezeichnet. Dieses Holz verbrennt relativ emissionsarm, besitzt einen hohen Heizwert von etwa 4 kWh/kg und stellt somit einen qualitativ hochwertigen Brennstoff dar. Am Markt erhältliche Messgeräte ermitteln jedoch stets die „Holzfeuchte“. Die am weitesten verbreitete Methode zur Holzfeuchte-Ermittlung basiert auf der Messung des elektrischen Widerstandes. Hierzu werden zwei Elektroden in das Holz eingeschlagen oder eingeschraubt (Abb. 1). Da trocknendes Holz außen eine geringere Feuchte aufweist als im Inneren, werden die Elektroden dementsprechend bis zum feuchten Kern eingetrieben. (Quelle: Holzfeuchte und Wassergehalt von Scheitholz)

Um die Holzfeuchte zu ermitteln habe ich mir ein digitales Holzfeuchtemessegerät von Dolmar gekauft (Typ MM-400). Der Preis liegt z.Z. bei ca. 19,90 Euro. Bei dem MM-400 Holzfeuchte-Messgerät handelt es sich um ein kleines kompaktes Gerät mit großem XXL LCD-Display. Der Messbereich liegt zw. 5% – 40%.

Mein Tipp wie man die Holzfeuchte richtig misst.

  1. Vor der Messung sollte man auf jeden Fall das Scheitholz noch einmal in der Mitte spalten und dann erst dort messen. So ermittelt man die Holzfeuchte im inneren des Holzstückes. Misst man nur außen, dann kann dieser Wert um einiges abweichen (z.B. wenn das Stück immer der direkten Sonne ausgesetzt war).
  2. Um ein noch besseres Meßergebnis zu bekommen, misst man auf der gespaltenen Fläche an 3 verschiedenen Stellen und bildet dann den Mittelwert.
  3. Hat das Holz eine Restholzfeuchte von unter 20 %, dann kann man das Holz mit ruhigen gewissen in den Kaminofen verheizen.
  4. Das Beste Brennergebnis erhält man bei einer Holzfeuchte von 5 – 15%.

Erfahrungen mit dem Holzfeuchte-Messgerät von Dolmar

Holzfeuchte-Messgerät von Dolmar

Erfahrungen mit dem Holzfeuchte-Messgerät MM-400 von Dolmar

Das von mir gekaufte Messgerät funktionier einwandfrei. Es hat eine relativ gute Genauigkeit und zeigt eine schnelle Reaktionszeit beim messen. Mit einem „Hold“ Knopf kann man den aktuellen Messwert zwischenspeichern um diesen dann evtl. für spätere Messungen aufzuschreiben.

Eigenschaften des Holzfeuchte-Messgerät Dolmar MM-400.

  • Holzfeuchtemessegerät von Dolmar
  • Messbereich 5% – 40%.
  • Hohe Genauigkeit und schnelle Reaktion.
  • Batterieanzeige.
  • Gewicht: 116g (inkl. Batterie).
  • Abmessungen:129 x 63 x 32mm.

Richtwerte für Brennholz

5-15% = Sehr gute Brennwerte
16-20% = Mit Einschränkungen für das Heizen geeignet
21-40% = Keine Eignung, eine weitere Trocknung des Holzes ist erforderlich

Mein Fazit

Mit einem Holzfeuchte-Messgerät kann man einfach, schnell und günstig die Restfeuchte von Holz ermitteln. Wer mit eigenem Holz heizen will, sollte die Messung vor jeder Heizperiode durchführen.